Freiwilliger Hunger – unfreiwilliger Hunger.

Diese Gegenüberstellung beschreibt das Thema in der Arbeit von Ingeborg Doppler am treffendsten. Hierbei geht es um die christliche Tradition des Fastens, wie sehr sie heute im Zeichen des Überflusses steht und den Nahrungsmangel, den es in großen Teilen der Welt gibt.

Man hungert, um die durch einen entsprechenden Lebenstil herbeigeführten Kilos, oder vielleicht noch um das letzte bisschen, von Weihnachtskeksen herbeigeführten Winterspeck loszuwerden. Manche buchen sogar sogenannte Fastenkuren, wobei der Besucher kaum Essen bekommt und dafür noch großzügig zur Kasse gebeten wird.

Hunger als Folge der Opulenz.

Diese Schlussfolgerungen inspirierte die Künstlerin zu ihren Projekt, sie fertigt per Hand ein Hunger- sowie ein Fastentuch.

Die Objekte stehen als Symbole für diese wiedersprüchliche Thematik, einerseits der unfreiwillige – andererseits der freiwillige Hunger.

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